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Lat.
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Pleuronectes platessa
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D |
Scholle - Goldbutt
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E |
Solla |
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N
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Rødspette,
gullflyndre |
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GB
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Plaice |
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DK
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Rødspætte |
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I
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Passera |
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F
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Plie, Carrelet |
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NL
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S
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Rödspätta,
rödspåtta |
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Lebensweise
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Die Scholle, auch Goldbutt
genannt, ist der bei uns bekannteste und
wichtigste Vertreter der Plattfische. Wegen ihres bevorzugten
Lebensraums am Meeresboden wird sie den
Grundfischen zugerechnet. Schollen sind fast nie in
der Nähe von Flußmündungen zu finden, da sie
salzreiches, kühles Wasser lieben. Andererseits meiden
sie tiefe Gewässer. In den meisten Gebieten
leben sie in 10 bis 200 Metern Tiefe, im Mittelmeer
und im Schwarzen Meer auch in bis zu 400
Metern. Die Schollen sind Meister
der Tarnung. Sie nehmen die Färbung des
Untergrundes, auf dem sie auf dem Meeresboden liegen (meist
sandige und mit Ton gemischte Böden), an und
graben sich bei Gefahr noch zusätzlich in den Sand
ein – nur die Augen schauen dann hervor. Von
ihnen kann eines nach vorne, das andere
gleichzeitig nach hinten sehen, so haben sie ringsum alles
im Blick. Eine weibliche Scholle kann
bis zu einer halben Million Eier ablegen. Die
innerhalb eines Monats schlüpfenden, sechs
Millimeter langen Larven haben zunächst die normale
Fischform und schwimmen aufrecht. Bei
einer Länge von etwa 10 Millimetern beginnt die
Umwandlung zum Plattfisch. Das linke Auge wandert über
die obere Körperhälfte nach rechts, und die jungen
Fische beginnen, mit der linken Körperseite zum
Boden hingekehrt, flach über den Meeresgrund zu
schwimmen. Von ihren ursprünglichen Laichzonen
wandern die Schollen täglich bis zu 30 km in
Richtung der Gezeitenzonen am Strand; erst wenn sie
älter werden, zieht es sie wieder in tiefere
Gewässer. Hauptnahrung der Jungtiere sind kleine
Würmer und Krebse. Ausgewachsene Schollen leben von Garnelen, Krabben und kleinen Muscheln, von
Aallarven sowie Kleinstdorschen und Spierlingen. Die Durchschnittslänge
einer erwachsenen Scholle beträgt zwischen 25 und 40
cm; maximal können sie 95 cm Länge und 7 kg
Gewicht erreichen. Das höchste Alter einer
gefangenen Scholle betrug 50 Jahre. |
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Aussehen/ Erkennungsmerkmale |
In Form und Färbung sieht
die Scholle einer Flunder zum Verwechseln ähnlich.
Anders als die Flunder fühlt sich die Scholle
durch ihre auffallend kleinen Schuppen völlig glatt an.
Zwischen den Augen hat sie eine leistenartige
Verdickung aus knöchrigen Höckern. Die (obere) Augenseite des
platten, ovalen Fischkörpers variiert je nach Untergrund
in den verschiedensten Brauntönungen mit hell- bis
dunkelroten Flecken, die bei
laichreifen Tieren zusätzlich hell gesäumt sind. Die
Unterseite (sog. Blindseite) ist weiß, gelegentlich mit dunklen Flecken. |
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Herkunft |
Schollen leben im
Nordostatlantik vom Weißmeer bis Gibraltar, im
Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Hauptverbreitungsgebiet ist
die Nordsee, der Skagerrak, Kattegat, die Beltsee
und die westliche Ostsee bis etwa zur Linie Gotland-Danzig. |
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Fangmethoden |
Die Scholle ist der
meistgefangene Plattfisch und ein „Brotfisch“ für die
europäische küstennahe Fischerei. Ein
Saisonhöhepunkt erlebt der Schollenfang in den Monaten Mai, Juni
und Juli durch die Frühjahrswanderung der
Fische. Die zarten „Maischollen“ sind bei Fischkennern
besonders beliebt. Später im Jahr müssen die
Fischer den Schollen in immer tiefere Gewässer
folgen. Gefangen werden Schollen mit dem
Schleppnetz. Die traditionellen Kettengeschirre der
Grundschleppnetze, die den Meeresboden aufwühlten
und Flora, Bodentiere und den Boden selbst
dadurch schädigten, wurden von Rollengeschirren
ersetzt. Sie schonen den Untergrund und lassen
durch den Abstand des Netzbalkens zum
Untergrund Jungfischen Fluchtmöglichkeiten offen.
Für den Schollenfang sind eine Mindestfischgröße
von 25 cm und eine Mindestmaschenweite des
Netzes von 100 mm vorgeschrieben. Mit der Handangel eignen sich zum Fang am besten Watt- oder Seeringelwürmer, aber auch Fetzen vom Hering oder Sandaal. |
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Wirtschaftliche Bedeutung |
Nicht nur für die Küstenfischerei der europäischen Atlantik-Anrainer haben Schollen große wirtschaftliche Bedeutung, auch beim Verbraucher sind sie wegen ihres weißen, schmackhaften Fleisches äußerst beliebt und begehrt. Sie gehören mit zu den bekanntesten Speisefischen. |
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Arten der Zubereitung
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• Kochen • Dünsten in feuerfester
Form oder Folie • Braten • Backen in der Pfanne oder
Friteuse • Grillen • geräuchert |
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100 g Scholle Nährwerte und Energie von (verzehrbarer Anteil)
mittlere Gehalte und Schwankungsbreite (soweit vorhanden)
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Grundzusammensetzung: |
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Wasser 80,0 (79,0 – 80,0) % |
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Eiweiß 17,2 (16,8 – 17,7) % |
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Fett 0,8 (0,3 – 1,5) % |
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Cholesterol: 50 mg |
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Mineralstoffe: |
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Natrium 104 mg |
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Kalium 311 mg |
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Calcium 61 mg |
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Magnesium 22 mg |
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Spurenelemente: |
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Jod 190 µg |
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Selen 50 µg |
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Phosphor 198 mg |
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Eisen 0,9 mg |
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Vitamine: |
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Vitamin A 0 µg |
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Vitamin B1 0,21 µg |
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Vitamin B2 0,22 µg |
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Energie: |
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Kilojoule 348 |
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